Ute Gräber-Seißinger, Finanzverantwortliche im VFLL-Vorstand

Austausch, Achtsamkeit und ausgezeichnete Arbeitsbedingungen

Es geht weiter mit der Vorstellungsrunde des im September gewählten VFLL-Vorstands. Ihm gehören nicht nur neue Mitglieder an: Vier Jahre lang war Ute Gräber-Seißinger aus Bad Vilbel bereits Finanzverantwortliche im VFLL-Vorstand. Sie kandidierte in Nürnberg ein weiteres Mal für dieses Amt und blickt heute im VFLL-Blog darauf zurück, welchen Aufgaben sie sich in der Zeit gestellt hat.


Als ich vor vier Jahren das Amt der Finanzverantwortlichen übernahm, da hatte ich schon eine gewisse Vorstellung davon, was mich an Aufgaben erwarten würde. Ich erinnere mich noch an ein Interview mit Gesa Füßle, die zu der Zeit die Blog-Redakteurin war. Damals sagte ich, ich wolle dafür sorgen, dass die Einnahmen des Verbandes stets höher ausfallen als die Ausgaben.

Nun ja, das war vielleicht ein wenig naiv. Einen zumindest ausgeglichenen Haushalt zu führen, ist immer ein mehr oder weniger anspruchsvolles Ziel. Jedenfalls wird es nie langweilig, dieses Ziel zu verfolgen. Deshalb ist es für mich nach wie vor eine wichtige Motivation, und deshalb auch habe ich ein weiteres Mal für das Finanzvorstandsamt kandidiert.

Es ist viel geschehen in den letzten vier Jahren im Verband – und ich meine, es waren ganz überwiegend sehr positive Veränderungen. Das meine ich gerade angesichts der Herausforderungen, mit denen der Vorstand konfrontiert war. Spontan nennen möchte ich die folgenden:

  • Erstens galt es, die Reorganisation der Verwaltung über die Bühne zu bringen, das heißt, die alte Geschäftsstelle in Amorbach aufzulösen und die neue in Berlin einzurichten, mit Dépendance weiterhin in Amorbach.
  • Zweitens haben wir den Verband geöffnet für Lektorinnen und Lektoren im Nebenberuf. Eine Festanstellung in Teilzeit ist nun kein Hinderungsgrund mehr für eine Mitgliedschaft. Dazu war eine Änderung der Satzung erforderlich, die im zweiten Anlauf geglückt ist.
  • Drittens haben wir das Projekt Leitfaden erfolgreich großgezogen – die Entwicklungsarbeit war ja bereits in der vorausgegangenen Amtsperiode geleistet worden. Wir haben dabei Etliches gelernt – unter anderem wie vielfältig und anspruchsvoll verlegerische Arbeit ist. Weshalb wir uns auch dazu entschlossen haben, die Publikation des Leitfadens ab dem Jahr 2018 in die Hände eines professionellen Verlags zu legen.
  • Viertens haben wir das Aufgabengebiet interne und externe Kommunikation auf eine breitere Basis gestellt – um somit die Arbeit für die Mitglieder und unter den Mitgliedern effektiver und um den Verband und seine Mitglieder stärker bekannt zu machen.

All das waren und sind Investitionen in die Zukunft des Verbands. Diese Investitionen erklären auch, weshalb in den letzten vier Jahren die Haushaltsführung eine so vielfältige Aufgabe war.

Nun kehren vielleicht einmal etwas ruhigere Zeiten ein.

Womit ich bei einem Punkt bin, der auch den neuen Vorstand freuen sollte. Der Vorstand bildet ein virtuelles Team – ich sage nur, es waren im vormaligen: zweimal Hamburg, einmal München, zweimal Frankfurt, einmal Köln/Bonn, einmal Rhein/Ruhr. Angesichts dessen ist es nicht selbstverständlich, dass die Arbeit im Team so gut funktioniert, wie dies in den letzten vier Jahren der Fall war. Dass wir immer so konstruktiv und harmonisch miteinander arbeiten konnten, lag an den Personen, aber es lag und liegt auch an den ausgezeichneten Arbeitsbedingungen:

  • Wir konferieren einmal pro Woche telefonisch – mit Zeitbegrenzung auf eine Stunde.
  • Wir lassen wöchentlich wiederkehrende Aufgaben – Protokollführung, Gesprächsführung, Chef/-in vom Dienst – rotieren und achten gemeinsam auf eine ausgewogene Verteilung dieser Aufgaben.
  • Wir achten darauf, dass die eigenen Fähigkeiten und Interessenschwerpunkte in die Vorstandsarbeit einfließen können. Niemand wird zu Aufgaben gedrängt, die er oder sie aus Zeitgründen oder aufgrund von mangelnder Affinität nicht übernehmen kann.
  • Wir stehen in einem regelmäßigen Austausch mit dem Regionalrat und dem Finanzausschuss, was es uns ermöglicht, nah an den Belangen der Mitglieder zu agieren.
    Der Verband hat viele aktive Mitglieder, die sein Erscheinungsbild in der Medienbranche stärken, sodass er als ernst zu nehmende Institution wahrgenommen wird.
  • Wir genießen die Unterstützung der Geschäftsstelle mit zwei kompetenten Arbeitskräften.
  • Wir können auf eine Rechtsberatung, eine Steuerberatung und neuerdings auch auf einen externen Datenschutzbeauftragten zurückgreifen.
  • Wir unterhalten bewährte Arbeitsbeziehungen mit externen Auftragnehmerinnen und -nehmern in den Bereichen Redaktion, Text, Werbung, Grafik und Druck.

Ausgezeichnete Arbeitsbedingungen führen dazu, dass viel geleistet werden kann – ohne dass das Ehrenamt in eine schädliche Konkurrenz zu unserer hauptberuflichen Beschäftigung tritt. Wir sind immer frei, so viel für den Verband zu tun, wie wir es für sinnvoll und möglich halten. Das gilt für das Team wie für jedes einzelne seiner Mitglieder.

Porträtbild: © Dr. Ute Gräber-Seißinger


Dr. Ute Gräber-Seißingers Website und Profil im VFLL-Lektorenverzeichnis


Hier gehts zu zwei früheren Interviews mit Ute Gräber-Seißinger:
„Manche Telefonkonferenzen haben mich regelrecht begeistert“ (2018)
Vorstandsvorstellung. Heute: Ute Gräber-Seißinger (2015)


Weitere Interviews aus dieser Serie:
Inken Kiupel: „Begeistert von den Fortbildungsangeboten“

Ein Gedanke zu „Austausch, Achtsamkeit und ausgezeichnete Arbeitsbedingungen

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