Verband der Freien Lektorinnen und LektorenInken Kiupel aus Haan gehört seit September 2018 dem VFLL-Vorstand an Inken Kiupel aus Haan gehört seit September 2018 dem VFLL-Vorstand an

„Begeistert von den Fortbildungsangeboten“

Ende September wählte die VFLL-Mitgliederversammlung in Nürnberg einen neuen Vorstand ins Amt. Wir haben die Vorstandsmitglieder eingeladen, hier im Blog eine kleine persönliche Vorstellungsrunde zu drehen. Den Auftakt unserer Serie macht Inken Kiupel aus Haan (Regionalgruppe Köln/Bonn).

Seit wann bist du Mitglied im VFLL? Was schätzt du am meisten in diesem Netzwerk?

Seit 2016. Ich bin begeistert von den Fortbildungsangeboten und der Möglichkeit, offen mit Kolleginnen und Kollegen über berufliche Fragen zu sprechen. Weil man in unserem Beruf lange allein am Schreibtisch sitzt, ist dieser Austausch umso wertvoller.

Du wurdest auf der Mitgliederversammlung im September neu in den Vorstand gewählt. Warst du vorher schon im Verband aktiv?

Im Herbst 2016 bin ich zur stellvertretenden Regionalgruppensprecherin der RG Köln/Bonn gewählt worden. Dieses Amt habe ich jetzt wieder abgegeben.

Welches Aufgabengebiet hast du übernommen? Kannst du deine beruflichen Schwerpunkte und persönlichen Interessen einbringen?

Der Verband ist auf unheimlich vielen Gebieten aktiv und wir sind noch dabei, die konkreten Aufgaben und Themenschwerpunkte zu verteilen. Schon jetzt zeichnet sich aber ab, dass es sehr viele Spielräume gibt, die wir gestalten können. Von daher ist es gar kein Problem, an die eigenen Interessen und beruflichen Schwerpunkte anzuknüpfen.

Gibt es ein (Herzens-)Thema, um das du dich im Verband während deiner Amtszeit besonders kümmern willst?

Mich interessieren der Wandel der Branche und, damit einhergehend, die Veränderungen des Berufsbilds des Lektors bzw. der Lektorin. Welche beruflichen Aufgaben erwarten uns künftig und welche Kompetenzen müssen wir dafür mitbringen? Fragen wie diese finde ich spannend.

Verrätst du uns dein schönstes VFLL-Erlebnis?

Ich war in diesem Jahr zum ersten Mal auf der Jahrestagung des VFLL und war ganz beflügelt von dem Wochenende in Nürnberg. Ich hatte sehr viele anregende Gespräche und habe an einem Workshop teilgenommen, von dem ich viel mitgenommen habe. Wirklich toll.

Erzählst du uns noch etwas zu deiner Arbeit? Hast du einen Arbeitsschwerpunkt als Lektorin?

Meine Wurzeln liegen im Sach- und Fachbuchlektorat, ich übernehme aber auch redaktionelle Aufträge und redigiere beispielsweise Texte für Unternehmenswebsites oder für ein Kulturfestival. Gerade diese Abwechslung liebe ich besonders.

War dir dein Beruf schon bei der Auswahl deiner Studienfächer klar? Oder hast du eine Ausbildung gemacht? Wie bist du zum Lektorat gekommen?

Ich habe mich nach der Schule einfach für die Fächer eingeschrieben, die mich am meisten interessierten, berufliche Überlegungen kamen erst viel später hinzu. Nach dem Studium habe ich in verschiedene Berufe hineingeschnuppert und schließlich ein Volontariat in einem Fachbuchverlag gemacht. Dort war ich lange angestellt, bevor ich mich selbstständig gemacht habe.

Greifst du auf das, was du mal studiert hast, bei deiner Arbeit zurück?

Ich profitiere mit Sicherheit davon, dass ich mich in meinem Studium viel mit Texten auseinandergesetzt habe. Aufbau, innere Logik, Stoßrichtung eines Textes – all diese Dinge spielen auch in einem geisteswissenschaftlichen Studium eine wichtige Rolle. Konkretes Fachwissen aus meinen Studienfächern hingegen ist in meinem beruflichen Alltag eher selten gefragt.

Inken lässt uns einen Blick auf ihren Schreibtisch werfen, Foto: (c) Inken Kiupel

Dürfen wir mal einen Blick auf deinen Schreibtisch werfen? Ein Foto wäre toll! Welcher Arbeitstyp bist du: Stapler oder Sortiererin?

Ich habe ein großes Talent zum Stapeln, versuche aber beharrlich, es mir abzutrainieren.

Was machst du, um den Kopf freizukriegen? Kannst du gut abschalten? Hast du Tipps?
Am liebsten bin ich in der Natur, um auf andere Gedanken zu kommen. Ich wandere gern und liebe es, Zeit im Garten zu verbringen. Dabei rücken die Dinge, die mich gedanklich beschäftigen, gewissermaßen automatisch in eine angenehme Distanz.

Interview: Katja Rosenbohm

Beide Bilder: Inken Kiupel © privat


Inken Kiupels Profil im VFLL-Lektorenverzeichnis

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