VFLL intern: Die Regionalgruppe Stuttgart hat gewählt!

Im März wählte die Regionalgruppe Stuttgart ein neues Sprecherinnenteam. Cornelia Thoellden und Thirza Albert spielten den Ball ab an Katja Rosenbohm, die zur 1. Sprecherin gewählt wurde und an Manuela Hunfeld, die das Amt der 2. Sprecherin ausübt. Regine Schmidt folgt auf Gisela Hack-Molitor als Delegierte im Regionalrat. Wir wünschen dem neuen Team alles Gute und lassen nun die Kolleginnen zu Wort kommen!

Seit wann arbeitet ihr selbstständig als Lektorinnen? Seid ihr direkt Mitglied im Verband geworden?

Katja: 2019 habe ich ein Jubiläum. Ich bin mit Beginn meiner Selbstständigkeit vor zehn Jahren in den VFLL eingetreten. Mir kam es damals vor allem auf die Unterstützung durch den Verband beim Thema Selbstständigkeit an. Berufserfahrung hatte ich bereits vorher als angestellte Redakteurin im Verlag gesammelt. Drei Monate später saß ich dann im Neumitgliederseminar, das heute als Einstiegsseminar „Fit fürs Freie Lektorat“ angeboten wird.

Manuela: Als freie Lektorin arbeite ich seit Juni 2017, dem Verband bin ich kurz darauf beigetreten. Ein grandioser Kick-off für mich war die Fachtagung in Berlin, an der ich als frisch gebackenes Mitglied teilnahm und die mir sehr positiv in Erinnerung geblieben ist.

Regine: Ich arbeite seit 2004 selbstständig als freie Lektorin und Übersetzerin aus dem Französischen. Davor war ich mehrere Jahre als Angestellte in der Buchbranche tätig, wo ich auch die BücherFrauen kennenlernte. Der damals noch junge VFLL schien mir eine ideale Ergänzung zu diesem ebenfalls wichtigen Branchennetzwerk und passte – neben dem VdÜ (Verband deutschsprachiger Übersetzer) – in vieler Hinsicht noch besser zu meinen neuen Interessen als Freiberuflerin; daher bin ich schon bald eingetreten. Das ist in den mittlerweile 15 Jahren auch so geblieben.

Was macht für euch die Mitgliedschaft im VFLL aus?

Katja: Inzwischen sehr vieles! Ich schätze den beruflichen Austausch mit den Kolleg*innen vor Ort in der Stuttgarter Regionalgruppe und überregional auf der jährlichen Fachtagung Freies Lektorat. Ebenso gern nutze ich die Fortbildungsangebote des Verbands, ob für ein Tagesseminar in Stuttgart, Freiburg oder Nürnberg oder auch für ein zweitägiges Angebot z. B. auf dem Frankfurter MediaCampus. Nicht zu vergessen die Sonderkonditionen, die wir als VFLL-Mitglieder bei der Medienakademie in München erhalten. Aber das ist noch nicht alles: Ich habe im Verband Kolleginnen und Kollegen kennengelernt, die mich bei Aufträgen unterstützen und auch im Urlaub vertreten, wenn es für die Kundschaft passt. Oder auch umgekehrt. Über die vielen Jahre haben sich sogar echte Freundschaften entwickelt.

Manuela: Von einer Mitgliedschaft kann man aus meiner Sicht nur profitieren – fachlich und auch persönlich. Im VFLL teilen wir sehr oft die gleichen Probleme, Fragen und Unsicherheiten und tauschen uns aus. So habe ich auch als Freiberuflerin das Gefühl, ein kompetentes und hilfsbereites Kollegium um mich zu haben – und das möchte ich nicht missen.

Regine: In der ersten Zeit meiner Mitgliedschaft im VFLL konnte ich von einigen Angeboten für Neulinge profitieren (z. B. „Fit fürs Freie Lektorat“), was mir meine Anfänge in der Selbstständigkeit durchaus erleichtert hat. Neben den fachlichen Informationen und Fortbildungsmöglichkeiten, die der Verband bietet, war mir von Anfang an der persönliche Austausch mit Kolleg*innen und der Einblick in unterschiedliche Arbeitsfelder unseres Berufs sehr wertvoll. Ich finde es auch spannend zu sehen, wie sich das Berufsbild mit dem medialen Umfeld weiter verändert. Und unser Verband wird bald 20!

Lust aufs Ehrenamt?! Was motivierte euch zur Kandidatur?

Katja: Als ich hörte, dass Cornelia und Thirza ihre zweijährige Amtszeit nicht verlängern wollten, machte ich mir schon meine Gedanken. Nicht, weil ich unbedingt Regionalsprecherin werden wollte, sondern weil ich mir Sorgen um das Fortbestehen der Regionalgruppe machte. Dazu muss ich etwas ausholen … Es ist leider noch immer keine Selbstverständlichkeit, dass ein gutes Lektorat auch gut honoriert wird. Ein Ausweg daraus scheint zu sein, mehr Aufträge anzunehmen. Damit bleibt aber weniger Zeit für andere Dinge, geschweige denn ein Ehrenamt ausführen zu können. Aber ohne die vielen Freiwilligen, die Zeit für den Verband und seine Mitglieder aufbringen, gäbe es den Verband nicht. Und der soll den Mitgliedern den Rücken stärken, angemessen hohe Honorare auszuhandeln … Ich habe in der Vergangenheit selbst vom Engagement anderer profitiert und möchte deshalb etwas zurückgeben und zum guten Gelingen beisteuern. Die Schlagkraft eines Berufsverbands ist abhängig von der Beteiligung seiner Mitglieder.

Manuela: Besser: Wer motivierte mich? Zum einen Katja, die mich eines Abends anrief und mich auf eine mitreißende Art fragte, ob ich mit ihr das neue Sprecherinnenteam bilden möchte. Zum anderen unsere Vorgängerinnen Cornelia und Thirza, die immer sehr herzlich und geduldig alle Fragen beantworteten – und beantworten (danke!). Etwas Bedenkzeit brauchte ich dennoch, entschied mich aber schließlich für eine Kandidatur. Und warum auch nicht? Wir haben einen recht großen Gestaltungsspielraum, sodass die Verbandsarbeit sicher spannend und inspirierend sein wird. Ich bin zuversichtlich, dass Katja und ich und die gesamte Gruppe das Bestmögliche für uns herausholen werden und wir gleichzeitig uns selbst und unsere Kapazitäten immer im Blick behalten.

Regine: Da bin ich sicher kein „typischer Fall“ (wenn es das überhaupt gibt), denn dass ich jetzt zu einem kleinen Amt gekommen bin, ist nicht organisch gewachsen. Mein Engagement für den Verband hat sich, vorsichtig ausgedrückt, bisher in Grenzen gehalten, was aber auch aufgrund der guten Repräsentanz durch engagierte Mitglieder problemlos möglich war. Als ich letzten Dezember gefragt wurde, ob ich unsere bisherige Delegierte Gisela Hack-Molitor im Regionalrat bei der Arbeitstagung in Kassel im Februar vertreten könnte, habe ich nach kurzer Überlegung und einigen Infos zugesagt und es nicht bereut. Das war auch eine Gelegenheit, Menschen und Themen im Verband näher kennenzulernen und manche Strukturen besser zu verstehen. Dass ich dann, als Gisela nicht mehr zur Verfügung stand, für das Amt der RG-Delegierten im Regionalrat kandidiert habe, ergab sich daraus. Ich hoffe, ich kann zum Transfer zwischen Regionalgruppe und Gesamtverband sinnvoll beitragen, und werde sicher noch einiges lernen. Aber zum Glück gibt es ja viele kompetente und freundlich unterstützende Kolleg*innen …

Foto: (von links): Regine Schmidt, Katja Rosenbohm, Manuela Hunfeld / (c) Thirza Albert


Katja Rosenbohms Website und VFLL-Profil
Manuela Hunfelds VFLL-Profil
Regine Schmidts Website und VFLL-Profil


Mehr Infos zur Regionalgruppe Stuttgart auf der VFLL-Website


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