Lektorenverband VFLL auf dem Self-Publishing-Day 2018-Standdienst

Self-Publishing-Day – Wo Texte poliert und Autoren gegrillt werden

Der Self-Publishing-Day bietet Autorinnen und Autoren Vorträge, Workshops und persönliche Begegnungen. Auch der VFLL war bei der 5. Auflage wieder dabei, dieses Mal in Düsseldorf: Mit einem Stand, einem Workshop und einem spontanen Auftritt auf dem Podium als Ersatz für Poppy J. Anderson. Ein persönlicher Rückblick

von Michael Lohmann

Was passiert da, an so einem Tag? Es treffen sich rund 200 Menschen, die mit dem Selfpublishing etwas zu tun haben, meist Autorinnen und Autoren auf der Suche nach Informationen, nach Austausch, nach Kontakten – und wie immer ist es nett, sich ein Mal im Jahr zu sehen. Workshops, Vorträge, eine „Autorengrillen“ genannte Abschlussveranstaltung, bei der erfolgreiche Eigenverlegerinnen charmant, aber auch sehr direkt im Plenum befragt werden.

Lektorenverband VFLL auf dem Self-Publishing-Day 2018-Workshop Cordula Natusch und Susanne Pavlovic

Workshop von Cordula Natusch (l.) und Susanne Pavlovic

Geht das genauer? Ein Workshop des VFLL, abgehalten von Cordula Natusch und Susanne Pavlovic. Thema: Einmal polieren, bitte. Mit konkreten Beispielen, wie Autorinnen und Autoren ihr Manuskript selbst bearbeiten können, bevor es ins Lektorat geht. Keine Frage –  etwa zu Kapitelstruktur oder Workflow – bleibt unbeantwortet. Gefühltes Ergebnis: hohe Zufriedenheit bei den Teilnehmenden.

Ist das alles? Nein, am Stand des VFLL werden Fragen beantwortet, ganz allgemeine zu Lektorinnen, aber auch zum Verband, es scheinen Lektoren auf, die sich über die Vorteile der Verbandsarbeit informieren. Autorinnen und Autoren können sich in zehnminütigen Sprechstunden sehr konkret nach den Vorteilen professioneller Lektoratsarbeit erkundigen. Die Slots dieser Sprechstunden waren ausgebucht. Vermutlich hat das Lektorenverzeichnis lektoren.de nach solchen Veranstaltungen mehr Zulauf als an anderen Tagen.

Lektorenverband VFLL auf dem Self-Publishing-Day 2018-Autorengrillen Carin Müller Catherine Shepherd Ruprecht Frieling Michael Lohmann

Ruprecht Frieling „grillt“ Michael Lohmann, Carin Müller und Catherine Shepherd (v. l.)

Und noch was? Ja. In diesem Jahr fiel eine der Teilnehmerinnen krank beim „Autorengrillen“ aus, ausgerechnet der Star der Szene, Poppy J. Anderson. Stattdessen saß da mal ein freier Lektor (ich) neben zwei anderen Stars – Catherine Shepherd und Carin Müller – auf dem Podium und ließ sich befragen. Mal ehrlich, eine bessere Werbung für den Verband gibt es in dieser Szene nicht. Der Self-Publishing-Day ist das Hochamt der Selfpublisher. Und ebenso ehrlich: reiner Zufall, dass da ein Platz frei wurde.

Lohnt sich das Engagement? Auf jeden Fall. Wenn es überhaupt eine Möglichkeit gibt, sich in der Selbst-Macher-Szene zu zeigen, dann bei dieser Veranstaltung (2019: 18. Mai, Nürnberg). Hier trifft man eine Kundschaft der Zukunft. Und gegen das manchmal vernommene Argument, dass man Lektoren nicht braucht, lässt sich gut argumentieren – übrigens auch von den beiden Autorinnen beim „Grillen“. Das machten sie besser klar, als ich es als Verbandsgesandter gekonnt hätte.


Großes Bild: Das Standteam (v. l.) Martina Takacs, Michael Lohmann, Cordula Natusch, Christiane Saathoff und Susanne Pavlovic (alle Bilder © Inga Beißwänger)

Michael Lohmanns Website und Profil im Lektorenverzeichnis

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Ein Gedanke zu „Self-Publishing-Day – Wo Texte poliert und Autoren gegrillt werden

  1. Ruprecht Frieling

    Es war wirklich Zufall, dass kurzfristig ein Platz auf dem »Grill« frei wurde. Kein Zufall war, dass wir uns für Michael Lohmann entschieden haben. Der Mann hat Charakter und Humor, eine Eigenschaft, die in der Szene leider viel zu selten anzutreffen ist.

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