Zeiterfassung mit dem Würfel von timeular

Mit dem ZEI im Handumdrehen die Zeit erfassen

Für Freiberuflerinnen und Freiberufler gehört das zeitliche Erfassen ihrer Arbeit zum Alltag. In früheren Jahren übernahm die berühmte Stechuhr die Zeiterfassung in Unternehmen. Inzwischen sind die Möglichkeiten vielfältiger geworden. Begonnen haben wir unsere Zeiterfassungstour mit dem wohl ungewöhnlichsten Werkzeug, einer Schachuhr. Heute stellen wir den ZEI vor, einen achteckigen Würfel von timeular. Andrea Görsch und Katja Rosenbohm nutzen ihn seit einer Weile.

Von Andrea Görsch und Katja Rosenbohm

Katja: Sag, Andrea, hast du Lust, einen Beitrag für das VFLL-Blog zu schreiben? Ich möchte die Zeiterfassungsserie fortführen und ich dachte, du könntest über den ZEI schreiben. Möchtest du?

Andrea: Cool, liebe Katja, du weißt, wie sehr ich meinen ZEI liebe. Das mache ich gern, ich habe gerade nur nicht so viel Zeit …

Katja: Wie wäre es dann, wenn wir ihn gemeinsam schreiben?

Andrea: Gern. Ich fange mal an: Kennengelernt habe ich den ZEI von timeular, da gab es ihn überhaupt noch nicht. Eine Netzwerkpartnerin machte mich 2016 auf eine Crowdfunding-Kampagne bei Kickstarter aufmerksam. Ein Start-up-Unternehmen, bestehend aus vier Österreichern, brauchte Geld, um die Idee zu verwirklichen: die Zeiterfassung mit dem ZEI. Die Vier kamen auf ihrem „Bettelvideo“ unglaublich sympathisch rüber. Ich fand die Idee so klasse, dass ich direkt mitgemacht habe. Wie war das bei dir?

Katja: Ich wurde auf den ZEI aufmerksam, nachdem er ausgeliefert wurde und in meiner Facebook-Filterblase ein reger Austausch darüber stattfand. Das machte mich neugierig, denn die Frage der Zeiterfassung hatte ich selbst bis dahin noch nicht zufriedenstellend gelöst. Ich wollte die Zettelwirtschaft, die bis dahin meinen Schreibtisch beherrschte, in den Griff bekommen.

Da mir schnell die acht möglichen Kategorien in der händischen Nutzung nicht mehr reichten, nutze ich ZEI inzwischen nur noch in der App. Die mit dem Würfel verknüpfte Software ermöglicht es mir, auch zwölf (oder auch mehr?) Kategorien zu unterscheiden, wie ich meine verbrachte Zeit im Büro verschlagworte. Das klappt ganz wunderbar. Bei Beginn einer neuen Tätigkeit aktiviere ich z. B. das von mir vergebene Feld „Lektorat“ und ergänze in einem Notizfeld, was ich später wissen muss, wenn ich Rechnungen schreibe, um das Projekt zeitlich auszuwerten. Auch Zeiten, in denen ich mich um Dinge wie Buchhaltung oder Akquise kümmere, kann ich so erfassen und später leicht auswerten, ob nach Monaten oder in einem anderen Turnus, z. B. fürs gesamte Jahr.

Du magst auch die Haptik gern, oder?

Andrea: Genau, ich mag das Spielerische daran. Ich mag es, den ZEI in die Hand zu nehmen und mich – und den achteckigen Würfel – auf die nächste Tätigkeit einzustellen. Dir und den Leser*innen zeige ich das einmal.

Zeiterfassung mit dem Würfel von timeular

ZEI, der achteckige Würfel von timeular, Foto: Andrea Görsch

Die Kreise, die gerade oben zu sehen sind, stehen bei mir für Organisation. Die Seite mit den geraden Strichen liegt beim Lektorieren oben, die Wellenlinien beim Texten. Wenn ich nun eine andere Tätigkeit beginne, drehe ich den ZEI und die Zeit wird erfasst. Voraussetzung dabei ist  – und das ist ein Kritikpunkt –, dass man online sein muss.

Und, ein weiterer kleiner Kritikpunkt, ein bisschen schade ist, dass die Symbole nur in Schwarzweiß geliefert worden sind. Da muss ich mal nacharbeiten, damit das zu meiner farblichen Zuordnung passt.

Du merkst, ich bin sehr zufrieden mit dem ZEI. Für mich ist er das perfekte Tool. Und du?

Katja: Ich bin auch sehr zufrieden mit dem ZEI als Zeiterfassungstool. Was mir jetzt noch fehlt: eine Schnittstelle zu meinem Abrechnungsprogramm, mit der ich die erfassten Stunden aus dem ZEI direkt in eine Rechnung übertragen kann.

Andrea: Prima finde ich, das wollte ich noch sagen, dass die ZEI-Macher genauso sympathisch zu sein scheinen, wie sie beim „Bettelvideo“ rüberkamen. Im vergangenen Jahr bekam ich eine E-Mail von timeular, ob ich meine Erfahrungen mit dem ZEI mitteilen möchte. Der Hintergrund: Das Unternehmen wolle sich stetig verbessern. So habe ich einen Telefontermin vereinbart und eine halbe Stunde mit einem timeular-Mitarbeiter telefoniert. Mit einer solchen Aktion bekommt man mich, das finde ich ganz großartig. Auch zu Beginn, als sich die Auslieferung des ZEI verzögerte, haben sie das immer direkt und sehr gut kommuniziert.

Ringdiagramm

Beispiel einer Auswertung mit dem ZEI, Foto: Katja Rosenbohm

Katja: Nochmals zur Auswertung: Seit ich den ZEI auf meinem Rechner installiert habe, kann ich innerhalb weniger Augenblicke sofort sehen, für welche Tätigkeiten ich wie viel Zeit benötigt habe. Ich bin ein visueller Typ, die Auswertung als Ringdiagramm ist für mich wie gemacht. Man kann sich damit jedes Schlagwort und jede Tätigkeit, die man vergeben hat, in jedem beliebigen Zeitraum darstellen lassen. Für diejenigen, die sich jetzt denken „Das ist aber bunt!“: Wer lieber die nackten Zahlen mag, der kann sich auch eine Excel-Tabelle generieren.

Katja: Andrea, was würdest du an deinem ZEI vermissen?

Andrea: Ich würde ihn überhaupt vermissen. Schön, dass er da ist.


Andrea Görschs Website und Profil im VFLL-Lektorenverzeichnis
Katja Rosenbohms Website und Profil im VFLL-Lektorenverzeichnis


Zum Schachuhr-Beitrag Ticktack! Ticktack! – Es geht ums Geldverdienen

 

4 Gedanken zu „Mit dem ZEI im Handumdrehen die Zeit erfassen

  1. Ulrike Dorgeist

    Vielen Dank für diesen interessanten Bericht, liebe Andrea, liebe Katja! Ich habe mir den ZEI direkt in der Pro-Version gekauft. Seit Samstag habe ich ihn hier und heute ist er schon gut im Einsatz! Schön wäre es noch, wenn die österreichischen Entwickler eine deutschsprachige Bedienungsanleitung schreiben würden. Auf Englisch geht es zwar ganz gut, auf Deutsch wäre mir so etwas Technisches aber viel lieber.

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