Lektorenverband VFLL Lektoratssprechstunde Autorenmesse

Ein persönlicher Bericht über die Autorenmesse in Frankfurt

Am 4. Juni 2016 fand die 1. Internationale Autorenmesse im Hörsaalzentrum der Goethe-Universität Frankfurt statt. Beginn 10:00 Uhr, Ende 17:00 Uhr. Organisiert und veranstaltet wurde sie von der „Scherer Academy“ bzw. „Unternehmen Erfolg“.

Von Petra Seitzmayer

Der VFLL war mit einem Stand vertreten und bot – wie bei ähnlichen Veranstaltungen zuvor – auch wieder eine Lektoratssprechstunde an. Mit von der Partie waren Dr. Jutta Freund-Zahn, Thirza Albert, Julia Hanauer, Petra Pfeuffer, Inga Beißwänger, Petra Seitzmayer, Thomas Steinhoff, Michael Zuch. Im Vorfeld waren im Orga-Team noch Ines Balcik und Beate Weih beteiligt. Direkt neben uns war unsere Kollegin Katharina Grabowski mit einem eigenen Stand.

Ich war schon bei der Organisation eher skeptisch. Was sollte diese Autorenmesse Neues gegenüber der Frankfurter Messe bringen? Irritiert hatte mich insbesondere, dass ein recht hoher Eintrittspreis (über 40 €) gefordert wurde, dieser aber in Preisaktionen immer wieder reduziert wurde und schließlich sogar Karten verschenkt wurden.

Unser „Stand“ waren zwei Stehtische im Flur der Universität. Unsere Plakate durften wir auch nicht während der Messe an die Wand heften. Von daher wäre für das nächste Mal, sollte es überhaupt kommen und wir auch mitmachen, ein Roll-up wohl nicht verkehrt.

In acht Räumen fanden parallel Vorträge und Lesungen statt, ohne große Pausen. Für einen interessierten Besucher ziemlich unüberschaubar und kaum zu bewältigen, wie ich finde. Die Themen waren auch nicht viel anders als die auf der Self-Publishing-Area der Frankfurter Buchmesse, zudem von Referenten, die mir nichts sagten. Das betraf auch die übrigen Aussteller. Die meisten kannte ich nicht, viele wirkten auf mich nicht gerade seriös. Es wirkte alles wie bunt zusammengewürfelt.

Vielleicht klingt das jetzt hart, aber ich habe einen guten Vergleich zu dem diesjährigen Self-Publishing-Day in München. Auch wenn da organisatorisch einiges hätte verbessert werden können, zeichnete sich diese Messe durch ihre Qualität aus. Gute Referenten, gute Workshops. Überschaubar für die Besucher. Der Preis (über 100 € mit Verpflegung) beinhaltete auch die Leistung, die erbracht wurde. Die Aussteller kannte man.

Die Lektoratssprechstunde selbst wurde nicht so besucht, wie wir vom Orga-Team das gerne gehabt hätten. Aber wie auch. Ein Autor sagte mir, er wisse gar nicht, wann er kommen solle. Er wolle in mehrere Vorträge, die seien aber parallel. Dann schaute er immer wieder auf die Uhr, um ja nicht den nächsten Vortrag zu verpassen.

Die meist gestellten Fragen in der Sprechstunde waren: Was ist ein Lektorat in Abgrenzung zu einem Korrektorat und einem Gutachten? Wie finde ich den Lektor, der zu mir passt? Was ist für mich das Richtige, Verlag oder Self-Publishing? Soll ich eine Agentur einschalten oder direkt an den Verlag schreiben? Was kostet ein Lektorat? Wie wird man ein Lektor? Braucht man dafür eine Ausbildung?

Petra Seitzmayers Profil im Lektorenverzeichnis

Weiterer Bericht über die Autorenmesse

Bild: © Inga Beißwänger

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