Projektmanagement 2

Kühlen Kopf bewahren – durch gute Planung und Zeitmanagement

Workshop: „Den Herausforderungen aktiv begegnen“ mit Irene Rumler im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig

Von Mona Gabriel

Viele freie Lektoren sind Einzelkämpfer – umso wichtiger ist es, sich auszutauschen und voneinander zu lernen. Der Workshop zum Thema Projektmanagement im freien Lektorat in Leipzig bot Anfang April ausreichend Möglichkeiten dazu.

Das wichtigste Fazit:

Immer Zeit für Unvorhergesehenes einplanen.

Referentin Irene Rumler illustrierte dies unfreiwillig direkt bei ihrer Anreise. Sturm Niklas sorgte für Zugausfall und eine nicht geplante Nacht in Berlin. Der Qualität des Workshops tat dies keinen Abbruch – man muss eben auf alles vorbereitet sein!

Angereist waren fast zwanzig Teilnehmer – aus sage und schreibe vier Bundesländern. Der intensive Erfahrungsaustausch musste jedoch auf später verschoben werden, zunächst hieß es: Konzentration auf Arbeitsweisen und Projektschritte.

Schnell stellten wir fest, wie umfangreich Lektoratsprojekte heutzutage werden können. Nicht nur werden immer mehr Tätigkeiten aus den Verlagen an „Freie“ ausgelagert, auch die technischen Details spielen bei der Planung eine immer größere Rolle. Im Workshop-Teil zerlegten drei Gruppen jeweils ein aufwendiges Publikationsprojekt in seine Einzelteile und ordneten anschließend sämtliche Arbeitsschritte sinnvoll den Hauptakteuren zu. Erstaunlich, was man dabei alles vergessen kann und was tatsächlich vergessen wird! Dazu gab es manche Anekdote und die eine oder andere Kollegin wurde im Verlauf der Aufgabe etwas blasser.

Kein Aprilscherz!

Kein Aprilscherz!

Zeitmanagement ist kein Luxus, sondern Voraussetzung für effektives und produktives Arbeiten. Dazu gehört es, die eigene Arbeitszeit realistisch einzuschätzen und nicht zu bewältigende Aufgaben abzugeben. Überhaupt, das Neinsagen. Damit haben zugegebenermaßen einige Kollegen ihre liebe Not, und so wurde auch an der entsprechenden Haltung gearbeitet. Wir Lektoren sind eben nicht die letzten der Nahrungskette, die die Fehler von allen anderen ausbügeln müssen. Um kurzfristigen Stressspitzen vorzubeugen hilft einiges: alles im Blick behalten, vorausschauend handeln und die eigene Leistung wertschätzen. Das Motto: Agieren statt reagieren.

Am Ende des Tages fühlten wir uns gestärkt und leistungsfähig und mit einer ganzen Reihe von Anregungen für die eigene Arbeit versorgt. Auch der eine oder andere Spickzettel mit vergessenen Arbeitsschritten schaffte es wohl ins Handgepäck. Nicht zu vergessen die Visitenkarten von bislang unbekannten Kollegen und Erinnerungen an nette Gespräche.

Das Zeitgeschichtliche Forum in Leipzig zeigte sich als hervorragender Tagungsort. Nur an der Versorgung mit Heißgetränken müssen wir noch arbeiten. Aber auch hier gilt: Widrigkeiten sind da, um gemeistert zu werden.

 

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