Lektorenverband VFLL Tipps Tools selbstständige Arbeit

In Flash-Talks Tools und Themen präsentiert

Die Berliner Regionalgruppe probierte ein neues Veranstaltungsformat aus: Flash-Talks. Dabei stellten die Kolleginnen und Kollegen in einer Art moderiertem Erfahrungsaustausch Projekte, Arbeitstools oder Lieblingsthemen vor. Die kurzen Vorträge von fünf bis zehn Minuten Dauer waren darauf ausgelegt, den anderen einen Einblick in eigene Erfahrungen zu ermöglichen.

Von Christian Wöllecke

Claudia Lüdtke eröffnete die Flash-Talks beim vorletzten Treffen der Regionalgruppe Berlin am 25.5. Sie stellte das für sie im Arbeitsalltag wichtige Zeiterfassungstool „Mite“ vor. Vieles daran klang sinnvoll und durchdacht. Teamarbeit ist möglich, viele Reports sorgen für einfache Übersicht. Um mit Hilfe der erfassten Daten Rechnungen zu erstellen, braucht es aber ein separates Programm. Eine Art von Abwesenheitserfassung, wenn man vergisst, die Zeitaufzeichnung zu stoppen, gibt es nicht. Mite ist cloudbasiert und kostet fünf Euro im Monat.

Oliver Krull präsentierte mobile Hardware fürs Büro. Er erwies sich als komplett ausgestatteter Arbeitsnomade – im positiven Sinne. Vom Handscanner zum mobilen Minidrucker bis zum guten, aber preisintensiven Headset („keine Experimente mehr“, das war sein Credo) war alles da, was man für den Arbeitsplatz braucht. Einziger Wermutstropfen: Die etlichen Kilos der gesamten Hardware machen sich beim Transport bemerkbar.

Ich stellte meine Überlegungen zum Thema Website und SEO-Optimierung vor, präsentierte Werkzeuge, mit denen sich Suchbegriffe auf ihre Suchmaschinenrelevanz hin abklopfen lassen, aber auch generelle Aspekte des Rankings bei Google. Meine Empfehlung, etwa für den eigenen Webauftritt: Eine Seite mit guten, interessanten Inhalten, SEO dabei im Hinterkopf behalten, aber nicht zum Götzen machen. Außerdem muss sie unbedingt „responsive“ sein, das heißt, dass sich das Design automatisch an die unterschiedlichen Endgeräte (Computer, Smartphone, Tablet) anpasst.

Danach gab es noch weiteren Austausch zum Lektorenalltag – unter anderem zum Aspekt von (selbst schon wieder zum Klischee gerinnender) Political Correctness bei Lehrbuchillustrationen und zur Frage nach dem Umgang mit fremdsprachigen Wörtern in einem Afrikaroman (wie viel erklärt man an welcher Stelle: nutzt man Fußnoten, den Anhang?)

Auch wenn dem Format der Flash-Talks im Vorfeld noch etwas verhalten begegnet wurde, empfinde ich es als eine gute Mitte zwischen freien Treffen und solchen mit Thema und Vortrag. Man kann sich etwas fokussierter austauschen, die kurzen Vortragszeiten führen zu einer Menge verschiedener, interessanter Themen, die man so vielleicht noch gar nicht auf dem Schirm hatte.

Christian Wölleckes Website und Profil im Lektorenverzeichnis

Bild: pixabay.com

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